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Mittwoch, 1. Februar 2017

Das Integrierte Mobilitäts- und Ortsentwicklungskonzept ist beschlossene Sache

Vor zwei Jahren hatte der Gemeinderat einmütig beschlossen, ein Konzept unter Einbeziehung der Bürger und der Bürgerinitiativen erstellen zu lassen, das im Kern der Frage nachgeht, welche Möglichkeiten die Marktgemeinde selbst in der Hand hat, "den individuellen motorisierten Verkehr zu reduzieren". Und zwar völlig unabhängig von dem möglichen Bau einer Südumfahrung. Endlich war die Zeit gekommen, das Thema ohne ideologischen Scheuklappen angehen zu können. Nach Jahrzehnten fruchtloser Verengung der Diskussion auf den Bau von Umgehungsstraßen eine Sternstunde im Gemeinderat.

Gestern wurde das Konzept - nach interner Vorstellung/Diskussion  - auch öffentlich vorgestellt und vom Marktgemeinderat einstimmig (!) angenommen. Nach unserer Ansicht wird damit das Handeln der Verwaltung und des Marktgemeinderates für die nächsten 20 Jahre nachhaltig geprägt. Und zwar sehr positiv.

Wir möchten als Fraktion Bündnis 90/Die Grünen allen Beteiligten, den Vereinen, den Gewerbetreibenden, den Schulen, den BürgerInnen die sich am Bürgergutachten beteiligt haben, den Bürgerinititativen, den Gemeindebeauftragten, den örtlichen Banken, natürlich den Büros Skorka und Dr. Kaulen, der Gemeindeverwaltung und schließlich dem gesamten Gemeinderat für die Mitwirkung an diesem für uns sehr wichtigen Projekt sehr herzlich danken.

Das Ergebnis zeigt nach unserer Ansicht wirklich "ungeahnte" Möglichkeiten auf. Jetzt liegt es am Gemeinderat, wie schnell und in welcher Tiefe wir in die Umsetzung einsteigen. Das Konzept ist selbstverständlich öffentlich zugänglich und ab sofort über den Internetauftritt der Marktgemeinde abrufbar. Viel Spaß beim Studieren! Wir freuen uns über reges Interesse und um öffentliche Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen.

Fraktionssprecher Robert Wiechmann in der gestrigen Marktgemeinderatssitzung (es gilt das gesprochene Wort):

"Sehr geehrte Damen und Herren,

Es gibt Tage, da macht die Arbeit in diesem Gremium ganz besonderen Spaß. Es gibt Tage, da empfindet man sogar ein klein wenig Stolz auf  das Geleistete. Heute könnte ein solcher Tag werden. Nämlich dann, wenn wir möglichst geschlossen dem eben vorgestellten Konzept zustimmen.

Bereits vor über 20 Jahren gab es in Holzkirchen BürgerInnen, die im überparteilichen "Arbeitskreis Verkehr" der Frage nachgegangen sind, welche Maßnahmen die Marktgemeinde Holzkirchen selbst ergreifen könnte, den motorisierten Individualverkehr zu verringern. Diese Leute haben damals schon gute Ideen entwickelt, es gelang ihnen aber nicht, bei den politischen Entscheidungsträgern Gehör zu finden. Die Zeit war nicht reif, die Diskussionen verengten sich fast ausschließlich auf die Frage, ob man denn nun für oder gegen eine Umgehungsstraße sei ...

Das änderte sich spätestens vor zwei Jahren, als der Marktgemeinderat sehr einmütig, über die Fraktionen hinweg, die Ausarbeitung eines Konzepts in Auftrag gab, dass sehr konkret die "Verringerung des motorisierten Individualverkehrs" zum Ziel hat.

Heute  bekommen wir die Ergebnisse förmlich überreicht. Und die können sich sehen lassen. Uns werden ungeahnte Möglichkeiten aufgezeigt. Der Verkehr wird dadurch natürlich über Nacht nicht weniger. Uns Marktgemeinderäten aber wird aufgezeigt, welche Knöpfe wir drücken, auf welcher Klaviatur wir spielen können. Es liegt nun an uns, das auch zu tun. Für uns im Gemeinderat geht die Arbeit jetzt erst los.

Als Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sind wir überzeugt, dass wir mit der heutigen Entscheidung wichtige und nachhaltige Weichenstellungen für die nächsten 20 Jahre treffen. Wir stimmen geschlossen für die Annahme des "Integrierten Mobilitäts- und Ortsentwicklungskonzepts" und bedanken uns bei allen die daran mitgewirkt haben sehr herzlich."

Das Konzept wurde einstimmig angenommen.

Zum Bericht der Holzkirchner Stimme
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